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01. August 2010
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Deutliches 0:3 gegen Tschechien

So hat man die deutsche Nationalmannschaft schon lange nicht mehr gesehen. Müde, enttäuscht und ratlos verließen die DFB-Akteure nach dem 0:3 gegen Tschechien in der EM-Qualifikation und einer ausgesprochen dürftigen Leistung den Platz in der Münchener Allianz-Arena. Einziger Lichtblick: große Konsequenzen hat die Niederlage nicht.

Bundestrainer Joachim Löw setzte nach vollzogener Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 auch bedingt durch einige Verletzungsausfälle erneut auf einige Ergänzungsspieler. Ballack, Lahm, Schneider und Klose hockten auf der Tribüne, Lehmann saß seine Gelbsperre ab. Ihn ersetzte Hildebrand, Odonkor flitzte im Vergleich zum Irlandspiel für Fritz über die rechte Seite und Podolski lief für Gomez von Beginn an auf.

Der erste Schock nach nur zwei Minuten. Nach einer Flanke von Plasil und einer mustergültigen Ablage von Koller konnte Sionko mühelos einschieben. Die deutsche Abwehr schien in dieser Szene noch nicht wirklich auf dem Platz angekommen zu sein. Auch in der Folgezeit konnten die Tschechen auch ohne Regisseur Rosicky schalten und walten, während im deutschen Spiel keine Linie zu finden war. Obwohl auch Tschechien sich spielerisch nicht gerade hervortat und größtenteils mit langen Bällen auf Jan Koller operierte, kam die DFB-Elf auf keinen grünen Zweig. Vielleicht auch, weil die feststehende Qualifikation noch in den Hinterköpfen steckte.

Nach 23 Minuten sorgte Tschechien für die Vorentscheidung. Matejovsky ließ Metzelder und Frings wie Schulbuben stehen und vollendete gegen den erneut chancenlosen Hildebrand zum 2:0. Auch wenn die Löw-Jungs nach dem 0:2 kurzzeitig aufwachten und auch mal das gegnerische Tor unter Beschuss nahmen, tat sich wenig Positives aus deutscher Sicht. Bis auf Schweinsteigers Pfostentreffer und zwei Kopfbälle von Kuranyi musste Tschechien nie zittern, hatte die vielgerühmte deutsche Mannschaft in allen Bereichen unter Kontrolle.

Nach der Pause erneut so etwas wie ein zaghaftes Aufbäumen, wenn auch nur zehn Minuten lang. Schweinsteiger versuchte es weitere zwei Mal aus der Distanz, aber auch die Tschechen hatten ihr Pulver noch lange nicht verschossen. Nach einem Pfostentreffer von Matejovsky war es Plasil, der - von der Abwehr erneut sträflich allein gelassen - das 3:0 erzielte. Erstmals kassierte die deutsche Mannschaft unter Jogi Löw mehr als zwei Gegentore, es war die erste Pflichtspielniederlage für den Bundestrainer.

Insgesamt bekam seine Mannschaft nach dem frühen Rückstand nie ein Bein auf den Boden, bei mehr Engagement seitens der Tschechen hätte die Niederlage noch happiger ausfallen können. Die Tschechen hingegen feierten nicht nur einen überraschenden und ungefährdeten Sieg, sondern auch die EM-Qualifikation.
 

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