01. August 2010
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Historischer Moment für Königsblau
Am Ende war es doch einfacher, als gedacht. Souverän, wenn auch nicht überragend fertigte der FC Schalke 04 im letzten Gruppenspiel der Champions League Rosenborg Trondheim mit 3-1 ab und steht damit erstmals im Achtelfinale der europäischen Königsklasse.
Die Gastgeber hatten von Beginn an das Heft in der Hand und ließen eine Angriffswelle nach der anderen in den Strafraum der Norweger branden, denen die fünfwöchige Wettkampf-Abstinenz seit Ende der regulären Saison anzumerken war.
Und so brachte schon die erste echte Torchance die Schalker Führung: nach einem Foul an Özil zirkelte "Würger" Großmüller den Freistoß in den Sechzehner wo Gerald Asamoah den Ball zur vielumjubelten Führung ins Tor lenkte (12.).
Beflügelt durch diesen Treffer spielte fortan nur eine Mannschaft und sowohl Özil, sowie auch Großmüller scheiterten mit ihren Fernschüssen nur knapp, während auf der Gegenseite Neuer keine Probleme hatte einen harmlosen Schuß von Skjelbred zu entschärfen.
Fast im Gegenzug dann das 2-0: Kuranyi legte geschickt für Rafinha auf, der umkurvte noch einen Gegenspieler im Strafraum und ließ auch Torhüter Hirschfeld mit seinem platzierten Schuß keine Chance - das Tor zum Achtelfinale stand nun weit auf, schloß sich aber nur 5 Minuten später wieder ein Stück, als Westermann sich bei einer Tettey-Flanke total verschätzte und der freistehende Kone keine Mühe hatte, das Leder anzunehmen und am chancenlosen Neuer vorbei im Netz unterzubringen (23.)
Für einen Augenblick waren die Gastgeber irritiert, was nur zwei Minuten später beinahe zum Ausgleich führte, aber Tettey setzte einen Kopfball nur über das Tor. Schalke übernahm wieder die Initiative und schoss sich langsam ein, aber der fleißige Großmüller verfehlte mit Fernschüssen mehrfach das Tor.
Ein Tor sollte dem Uruguayer verwehrt bleiben, in der 36. Minute verdiente er sich jedoch den zweiten Assist, als er Kuranyi in zentraler Position anspielte, dieser sich um seinen Gegner wand und zum drittenmal die Kugel im Rosenborg-Gehäuse unterbrachte: 3-1 (36.) - diesmal die Vorentscheidung zumal vor dem Wechsel Großmüller und Kuranyi noch Gelegenheiten hatten weiter zu erhöhen.
Nach der Pause sahen die 53.951 Zuschauer in der erneut ausverkauften Veltins-Arena ein unverändertes Bild: Schalke im Angriff, allerdings jetzt ohne das Schussglück der ersten Halbzeit, so daß sich Bajramovic (48.) und Westermann (56.) nicht in die Torschützenliste eintragen konnten.
Auf der Gegenseite flammte um die 60. Minute noch einmal der Wille zur Gegenwehr auf, aber außer Iversens Schuß über das Tor (59.), brachten die Gäste das Schalker Tor nur noch in der 72. Minute per Freistoß von Sapara in Gefahr, aber auch dieser zielte daneben.
Ab diesem Zeitpunkt ergaben sich die Norweger in ihr Schicksal und überließen den Gastgebern das Feld, die nicht mehr mit letzter Konsequenz zur Sache gingen und am Ende den Sieg über die Zeit schaukelten.
Die Schalker stehen damit im Achtelfinale und können sich auf einen attraktiven Gegner freuen, Rosenborg bleibt wenigstens die Teilnahme am UEFA-Pokal.
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