06. Februar 2012
Großer Kampf, großer Fußball und ein nicht unverdientes 1-0, das ist die Bilanz aus dem Achtelfinalhinspiel der Champions-League zwischen Schalke 04 und dem FC Porto und die Gelsenkirchener können sich berechtigte Hoffnungen machen sogar in das Viertelfinale einzuziehen.
Das Tor des Tages fiel bereits in der 4. Minute nach tollem Doppelpass zwischen Jones und Rafinha dessen Schuß von Torhüter Helton Kuranyi vor die Füße abgewehrt wurde und der nutzte die Gelegenheit zur frühen Führung.
Der portugiesische Tabellenführer wirkte gegen kämpferisch stark auftretende Schalker in der Anfangsphase stark verunsichert und hatte Glück, daß die Gastgeber nicht frühzeitig erhöhten, besonders Rakitic Schuß in der 18. Minute bereitete Helton große Mühe.
Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit lösten sich die Gäste aus der Defensive und kamen zu ersten Gelegenheiten, die beste Möglichkeit hatte hier Lopez, dessen Schuß in der 25. Minute allerdings von Bordon abgewehrt werden konnte.
Die weiteren erwähnenswerten Szenen spielten sich in der ersten Halbzeit wieder vor dem Gästetor ab, aber sowohl Kuranyi (35.), als auch Rakitic (40.) und Asamoah (45.), scheiterten mit ihren Schüssen.
Nach dem Wechsel nahm Porto das Heft in die Hand, verstand es aber gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Schalker Mannschaft nicht, das Tor in Gefahr zu bringen, lediglich ein Fernschuß von Lucho Gonzalez, der knapp vorbei strich kam in die Nähe des Gehäuses (54.).
Auf der Gegenseite musste kurz danach das 2-0 fallen, aber nach einer Flanke von Jones verpassten Krstajic und Kuranyi frei vor dem Tor. (60.)
Mit zunehmender Dauer wurde die Partie härter und der Spielfluss immer wieder von Verletzungsunterbrechungen gehemmt. Zudem verließen die Schalker langsam die Kräfte und so kamen die Gäste in der Schlussphase gefährlich nach vorne.
Zunächst hatte Lopez Pech, der völlig frei eine Quaresma-Hereingabe am Tor vorbeisemmelte (80.) und in der Nachspielzeit schließlich segelte ein Eckball unerreicht von Freund und Feind quer durch den Schalker Strafraum und entriss den Gästen so die letzte Gelegenheit das so wichtige Auswärtstor zu erzielen.
Schalke hat sein Soll erfüllt und kann ohne den ganz großen Druck nach Portugal fahren. Dort wird die Königsblauen ein heißer Tanz erwarten, mit einer Wiederholung der heute gezeigten Leistung ist die nächste Runde nicht unmöglich.