01. August 2010
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Luca Toni macht Bayern zum Pokalsieger
Der FC Bayern München hat zum 14. Mal in seiner Geschichte den DFB-Pokal gewonnen. Dank eines treffsicheren Luca Toni bezwangen die Münchener Borussia Dortmund im Finale mit 2:1 n.V. und bewegen sich weiter Richtung Triple. Der BVB erwies sich dabei als gleichwertiger Gegner und zog nach der Verlängerung nur unglücklich den Kürzeren.
Dabei schien die Ausgangslage vor dem Anpfiff so klar wie selten zuvor, hatte doch der BVB in den beiden vorangegangenen Bundesligapartien mächtig einstecken müssen. Trainer Thomas Doll, seinerseits kurz vor der Demission, brachte mit Frei nur eine Spitze aufs Feld, konnte aber ansonsten wie sein Gegenüber Ottmar Hitzfeld aus dem Vollen schöpfen. Die Anfangsminuten gehörten dem FC Bayern, der zwar große Torchancen schuldig blieb, sich aber kombinationssicher und abgeklärt präsentierte. Dortmund zeigte zunächst zuviel Respekt.
Die erste klare Möglichkeit der Bayern nutzte Luca Toni zum 1:0. Der Italiener war nach einer Ribéry-Hereingabe eher am Ball als Dede (11.). Eine zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung und auch in der Folgezeit bis zum Pausenpfiff tat sich der BVB vornehmlich durch aggressive Zweikämpfe, kaum aber durch gelungene Aktionen hervor. Bayern stand hinten tadellos, tat aber ebenfalls zu wenig für ein schnelles Spiel. Kurz vor der Pause musste Lucio einen Schuss seines Landsmanns Tinga abwehren.
Doch dann nahm die Partie Fahrt auf, vornehmlich dank einer Dortmunder Mannschaft, die sich nun mehr nach vorne traute und offenbar ihre Chance witterte. Möglichkeiten auf beiden Seiten hielten sich die Waage, zunächst versuchte es Klose, dann Kringe auf der Gegenseite. Immer mehr gelang es dem BVB, dem Favoriten den Schneid abzukaufen und seinerseits das Spiel zu bestimmen. Nachdem Joker Podolski für den FCB die Entscheidung verpasst hatte, erzielte Petric nach einem Freistoß in der Nachspielzeit den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich. Es ging in die Verlängerung.
Die bestimmte zunächst der BVB, musste dann aber das 1:2 hinnehmen. Das Torphänomen Luca Toni fälschte einen Schuss von Ribéry unhaltbar ab - sein vierter Doppelpack in Folge. Ein Nackenschlag für den BVB, der auch noch Blaszczykowski mit gelb-rot verlor (108.) und das Spiel unglücklich verloren geben musste. Auf Bayern-Seite durften sich besonders Trainer Hitzfeld und Torwart Kahn freuen. Für beide war es das letzte Pokalspiel, Kahn stieg gar zum Rekord-Pokalsieger auf.
Im Frauen-Pokalfinale schlug der 1. FFC Frankfurt den 1.FC Saarbrücken mit 5:1.
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