06. Februar 2012
Alljährlich schaffen Thomas Schaaf und Klaus Allofs es, auch ohne namhafte Zugänge eine erfolgreiche und attraktiv spielende Mannschaft aufzustellen. In diesem Sommer hat der Vizemeister gerade einmal drei Spieler verpflichtet, sieben Spieler gingen. Dennoch will man sich eng an die Bayern heften und wiederum in die Champions League kommen.
Die Neuen: Boroswki, Klasnic und Womé verließen den Verein ablösefrei, für Owomoyela erhielt man immerhin 2,5 Mio. Euro. Dieses Geld wurde vollständig in den österreichischen Nationalverteidiger Sebastian Prödl (21) investiert. Außerdem kam Linksverteidiger Niklas Andersen (19) ablösefrei und aus der bosnischen Liga kommt für die Offensive das Talent Said Husejinovic (20).
Team und Trainer: Diego ist und bleibt der Star der Mannschaft. Er belebt die Offensive und setzt Rosenberg und Almeida in Szene. Für die konteranfällige Defensive hat Bremen mit Frings und Mertesacker zwei souveräne Ruhepole. Letzterer ist derzeit jedoch verletzt, dazu kommt Diegos Olympiateilnahme – Bremen läuft Gefahr, den Saisonstart zu verpatzen. Thomas Schaaf, dienstältester Trainer der Bundesliga, wird seinem offensiven Spiel jedoch treu bleiben und Improvisationstalent beweisen müssen.
Umfeld: 2004 wurde der letzte Titel gefeiert, so langsam wird es wohl mal wieder Zeit. Dennoch analysieren die Verantwortlichen das Bremer Potential gut genug, um keine übertriebenen Erwartungen zu stellen. Fans und Vereinsführung haben vollstes Vertrauen in ihren Coach, was die Arbeit sicherlich ein wenig erleichtert und mit Sicherheit Bestandteil des Erfolgsrezepts ist.
Prognose: Aufstrebende Mannschaften wollen den Bremern den Titel „Bayernjäger Nummer 1“ streitig machen und haben teilweise kräftig investiert. Das könnte dem SV Werder zusetzen, da sich die Leistungsträger in der Vorbereitung nur begrenzt aufeinander einstellen konnten. Nichtsdestoweniger wird die Elf von der Weser auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen und sollte zumindest wieder einmal in die Champions League kommen – dank Thomas Schaaf.